Persönliche Vorstellung

Dr. Kai Koster

Vorausdenker für Lenker.
Senior Advisor und Unternehmer.

Wie ich Entscheidungen betrachte

Gute Entscheidungen entstehen durch Abwägung verschiedener Perspektiven.

In mehr als drei Jahrzehnten meines Berufslebens habe ich Unternehmen und IT-Vorhaben aus sehr unterschiedlichen Perspektiven erlebt: als Berater und Manager, als Geschäftsführer und Unternehmer, als Auftragnehmer und auf Auftraggeberseite, im Zusammenspiel mit Fachbereichen, IT-Organisationen, Beratungshäusern, Systemhäusern und Technologieanbietern.

Diese unterschiedlichen Perspektiven prägen heute meine Arbeit mit KOSMICON. Ich unterstütze Führungskräfte und Projektverantwortliche dabei, anspruchsvolle Entscheidungen vorzubereiten, Vorhaben steuerbar aufzusetzen und während der Umsetzung Kurs und Position im Blick zu behalten. Ich höre mir unterschiedliche Perspektiven an, frage nach, prüfe Annahmen und denke Konsequenzen voraus. Daraus entsteht eine klare Empfehlung. Das Ruder und die Entscheidung bleiben beim Auftraggeber.

Werdegang und Sichtweise.

Zu meinen beruflichen Stationen gehören Managementfunktionen bei KPMG Consulting und die Geschäftsführung der DACH-Gesellschaft des europäischen Marktführers für Cybersicherheitslösungen, Clavister. Als Unternehmer habe ich Unternehmen aufgebaut, Produkte entwickelt, Mitarbeiter geführt und neue Geschäftsfelder erschlossen. In Beratungs- und Transformationsvorhaben habe ich unter anderem Allianz, ADAC, Siemens, BenQ, Telefónica o2, Telekom und Credit Suisse begleitet – ebenso wie zahlreiche mittelständische Unternehmen.

Als Diplom-Wirtschaftsingenieur und promovierter Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler betrachte ich Fragestellungen selten nur aus technischer Sicht. Technologie, Organisation, Menschen und wirtschaftlicher Nutzen gehören für mich zusammen.

Mein fachlicher Fokus liegt heute auf Corporate AI, Cybersecurity und RIB-Software.

Erfahrungen, die meine Arbeit prägen

Viele Perspektiven. Ein belastbares Urteil.

Meine Arbeitsweise ist das Destillat aus mehr als 30 Jahren Erfahrung in unterschiedlichsten Rollen, Situationen und Umfeldern.

Manche Erlebnisse aus dieser Zeit sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Nicht unbedingt, weil es die größten Projekte oder wichtigsten Mandate waren, sondern weil sie zeigen, wie Entscheidungen tatsächlich entstehen, warum Projekte vom Kurs abkommen, welche Rolle Menschen und Interessen dabei spielen – und was man daraus für die nächste Entscheidung lernen kann.

Die folgenden Geschichten erzählen davon.

Gute Entscheidungen beginnen lange vor dem Moment, in dem man sie trifft.

Mein Weg war nicht immer geplant.
Meine Entscheidungen aber stets bewusst.

1999 erschien mein erstes Fachbuch über Informations- und Kommunikationstechnologien für Unternehmen. Kurz darauf begann ich bei KPMG Consulting. Das Buch fand dort nicht nur Leser: KPMG überreichte es ausgewählten Führungspersönlichkeiten als Wegweiser in das neue Jahrtausend der Informations- und Kommunikationstechnologien.

Zwei Landungen zum Preis von einer.

Eine meiner ersten Dienstreisen als KPMG-Berater führte mich nach einem Kundeninterview in Köln zurück nach München. Der berufliche Start war gelungen. Die Landung weniger: Wir setzten gleich zweimal auf.

Der Kapitän kommentierte das so: „Ich könnte Ihnen ja sagen, das war die Happy Hour bei der Lufthansa. Zwei Landungen zum Preis von einer. Aber sind wir mal ehrlich: Das war ein scheiß Anflug.“

Mit dem schwarzen Humor konnte ich etwas anfangen. Vom Fliegen hatte ich danach erst einmal genug. Ich bitte, das bei Ihrer Reisekostenplanung zu berücksichtigen.

e- goes m – Starting the Mobile Future.

Zurück bei KPMG beschäftigte mich bald eine andere Frage: Was kommt nach dem E-Business?

Zunächst optimierte ich die Positionierung der Geschäftseinheit „KPMG E-Business Consulting“. Ich entwickelte eine neue, dem damaligen E-Business-Boom entsprechende CI, baute den Bereich eCommunications & Marketing auf und arbeitete an der Weiterentwicklung des Knowledge Managements.

Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass mit E-Business noch längst nicht alles gesagt war. Mich interessierte, wie sich Geschäftsprozesse verändern würden, wenn Informationen und Anwendungen nicht mehr an einen festen Arbeitsplatz gebunden wären.

Also begann ich neben meiner Beratertätigkeit mit einer Promotion über „Geschäftsprozesse im Mobile Business“ und überzeugte den KPMG-Vorstand davon, ein entsprechendes Beratungsfeld aufzubauen. Aus einer Fragestellung wurde eine neue Aufgabe: der Aufbau der Geschäftseinheit „KPMG Mobile Business Consulting“.

2002 entschied ich mich für den Weg in die Selbstständigkeit. Nicht, weil ich den Charme der Zugehörigkeit zu einer Top-5-Beratung nicht schätzte. Entscheidend war die gewonnene unternehmerische Freiheit: Ich konnte selbst bestimmen, welche Mandate ich annahm, statt annehmen zu müssen, was mir zugeteilt wurde.

Meine Promotion schloss ich 2003 ab. KOSMICON war zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgreich gestartet.

Strategie, Annahmen und Konsequenzen

„Copy and paste“ ist nicht meine Vorstellung von Strategie.

Von einem der weltweit größten Versicherungskonzerne erhielt ich den Auftrag, eine „Global Mobile Strategy“ für den Einsatz mobiler Technologien durch dessen rund 145.000 Mitarbeiter zu entwickeln. Nach zwei Wochen Warten auf ersten Input kam ein vorhandener Blueprint einer Tochtergesellschaft mit der sinngemäßen Anweisung: übernehmen und nur dort anpassen, wo es erforderlich ist.

Ich las ihn. Und kam zu dem Schluss, dass dieser Weg nicht passte. Also riet ich davon ab.

Damit allein wäre allerdings niemandem geholfen gewesen. Ich entwickelte daher einen eigenen Ansatz und brachte ihn in die Diskussion mit den beteiligten Bereichen ein. Mein Vorschlag wurde umgesetzt. Später beauftragte mich der Konzern mit der Entwicklung und dem weltweiten Roll-out eines Dokumentenmanagementsystems.

Ich bin nicht dafür da, einer bereits gewünschten Antwort eine zusätzliche Unterschrift zu geben. Mein Beitrag besteht darin, eine Entscheidung zu prüfen – und einen anderen Weg aufzuzeigen, wenn ich ihn für tragfähiger halte.

Wenn ich nur bestätigen soll, was bereits beschlossen ist, braucht man keinen Advisor.

Entscheidungen haben Konsequenzen.

Im Auftrag eines in München ansässigen Telekommunikationsunternehmens begleitete ich ein IT-Infrastruktur-Programm mit rund 450 Mitarbeitern und einem Budget von ca. 300 Millionen Euro. Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem die Anbindung externer Serviceprovider mit einem Teilprojektbudget von rund zehn Millionen Euro, die Optimierung von Incident-Management-Prozessen sowie die Leitung der von mir initiierten Executive Launch Boards zur Fortschrittskontrolle und Entscheidungsfindung.

Dort erlebte ich eine Konstellation, die mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist: Während das Programm lief, kam DSL als zusätzliches Geschäftsfeld hinzu. Ein Teil des dafür benötigten Budgets wurde aus dem laufenden IT-Infrastruktur-Programm entnommen. Dessen Aufgaben wurden allerdings nicht entsprechend reduziert. Im Gegenteil: DSL musste nun ebenfalls berücksichtigt werden.

In Lehrbüchern nennt man das Scope Creep. In Großprogrammen nennt man es manchmal einfach Alltag.

Für die Planung bleibt es trotzdem ein Problem. Zusätzliche Anforderungen verursachen zusätzlichen Aufwand. Er verschwindet nicht dadurch, dass man ihn in einem bereits laufenden Programm versteckt.

Mehr Scope ohne zusätzliches Budget ist eine Einladung zum Scheitern

Fähigkeiten erkennen und Perspektiven eröffnen

Hinter jeder Veränderung stehen Menschen.

Einen internationalen Anbieter von Telekommunikationslösungen unterstützte ich im Rahmen eines Merger & Acquisition-Prozesses. Ziel war der Übergang seiner Mobiltelefonsparte an einen internationalen Mobiltelefonhersteller. Es ging um „Brautschmuck“ in Form von Konzepten für künftige Benutzeroberflächen, neue Technologien und strategische Empfehlungen zur Optimierung des Lieferantenportfolios. Anschließend leitete ich beim neuen Eigentümer interimistisch das Team User Experience Strategy und koordinierte die Zusammenarbeit mit den Standorten in Taiwan und China.

Mich beschäftigte dabei auch die andere Seite solcher Veränderungen: Was passiert mit Menschen, deren berufliche Gewissheiten plötzlich nicht mehr gelten?

Diese Frage führte schließlich zu CareerGhost, einer Marke von KOSMICON. Das Angebot richtete sich unter anderem an Menschen, die nach langer Festanstellung ihre Fähigkeiten neu einordnen, ihre Stärken erkennen und sich beruflich neu positionieren mussten.

Ich sprach mit ihnen über ihre Erfahrungen und Kenntnisse, arbeitete mit ihnen heraus, was sie tatsächlich auszeichnete, und half ihnen dabei, daraus eine neue berufliche Perspektive zu entwickeln. Wer über Selbstständigkeit nachdachte, konnte mit mir auch Gründung, Unternehmensführung und die damit verbundenen Risiken durchgehen.

Manchmal beginnt Veränderung mit einem Gespräch.

Im Rahmen eines internationalen Software-Rollouts für die rund 65.000 Beschäftigten einer Schweizer Großbank lernte ich einen Kollegen kennen, der für die lokale Technikbereitstellung unserer Projekteinheit zuständig war. Er machte zuverlässig seinen Job, sagte wenig und wurde von manchen auf technische Unterstützungsaufgaben reduziert. Ich ging auf ihn zu, und je besser wir uns kennenlernten, desto mehr erfuhr ich darüber, wie schwer er es im Unternehmen hatte.

Ich gab ihm nebenbei Tipps, wie er auftreten, seine Leistungen sichtbarer machen und seine Rolle selbstbewusster vertreten konnte. Eines Tages erschien er mit einem Jackett statt im gewohnten Freizeitlook. Später trat er auch seinem Vorgesetzten selbstbewusst entgegen, als dieser ihn aus dem Team drängen wollte.

Nicht das Jackett war für mich das Entscheidende. Sondern das Selbstvertrauen, das dahinter gewachsen war. Seine persönliche Rückmeldung ist mir bis heute in guter Erinnerung geblieben.

Wer Menschen auf ihre aktuelle Rolle reduziert, übersieht oft, wozu sie fähig wären.

Produktentwicklung, Markenaufbau und Unternehmertum

Tagsüber Unternehmensberater. Nach Feierabend Hersteller.

2009 stand ich vor einer privaten Herausforderung: Ich besaß ein hochwertiges Custombike und suchte eine Lösung, um es geschützt zu transportieren und angemessen aufzubewahren. Was ich am Markt fand, überzeugte mich nicht. Also entwickelte ich meinen eigenen Motorradanhänger mit komplett geschlossenem GFK-Chassis, integrierter Rückfahrkamera, autarker Stromversorgung, GPS-Ortung und Diebstahlschutz.

Im Juli 2011 wurde ein Harley-Händler auf meinen Motorradanhänger aufmerksam und lud mich kurzfristig ein, ihn beim ersten Munich Harley Festival zu präsentieren. Für mich war das eine gelungene Abwechslung zum Berateralltag. Mir blieben zwei Wochen, um aus dem eigenen Projekt eine eigenständige Marke und einen vorzeigbaren Messeauftritt zu entwickeln. CustomCave war geboren – ein im Premiumsegment angesiedelter Lifestyle-Transportanhänger für hochwertige Motorräder. Erste Aufträge ließen nicht lange auf sich warten.

Das war kein Berufswechsel. Ich blieb mit KOSMICON Vollzeit als Berater tätig und baute das zweite Geschäft parallel auf. Die ersten Fahrzeuge fertigte ich nach Feierabend in einer Münchner Tiefgarage – gelegentlich bis weit in die Nacht.

Eine überzeugende Lösung kann zur tragfähigen Geschäftsidee werden, wenn auch andere darin einen Nutzen sehen.

Eine kleine Lücke in der Bestandsaufnahme.

Das Betreten beruflichen Neulands kann auch seine Tücken haben: Bei meinem Debüt auf besagtem Harley-Festival saß ich in meiner Mittagspause mit Currywurst und Pommes an einem Tisch mit anderen Bikern. Die Stimmung war bestens. Nur die auffälligen Blicke aus der Umgebung konnte ich nicht recht einordnen. Hatte ich gekleckert?

Erst später las ich einen Bericht über den gemeinsamen Auftritt von Hells Angels und Bandidos auf dem Event. Beide hatten sich am Vorabend formal versöhnt – was nur niemand wusste. Da wurde mir klar, mit wem ich gemeinsam zu Mittag gegessen hatte.

Wir hatten uns alle prächtig verstanden.

Eine Bestandsaufnahme vor dem Einstieg in ein neues Umfeld hätte trotzdem nicht geschadet.

Aus einem Anhänger wurde eine Produktwelt.

CustomCave fand Käufer im Premiumsegment, und es entstanden Kooperationen mit weltbekannten Customizern wie Walz Hardcore Cycles. Auf die Frage eines Kunden, ob ich noch etwas anderes als Anhänger anbiete, antwortete ich wenige Monate später mit einem Onlineshop mit rund 23.000 Artikeln rund um Harley-Davidson-Motorräder. Eigene Produkte und exklusive Vertriebsrechte kamen im Laufe der Jahre hinzu.

2014 eröffnete ich vor den Toren Münchens meine erste CustomStage – eine High-End-Werkstatt, die zugleich Entwicklungsstätte und Showroom für hochwertige Motorräder und Custombikes war.

Geplant war ursprünglich eine Transportlösung für mein eigenes Motorrad. Nicht eine Produktwelt mit eigenem Customizing-Betrieb.

Gute Ergebnisse brauchen ein gutes Umfeld.

Bei seinem Antrittsbesuch in der CustomStage öffnete ein hochrangiger Vertreter von Indian Motorcycles die Eingangstür und blieb unvermittelt vor mir stehen: „Ich habe noch nie eine so saubere Custom-Werkstatt gesehen. Ich habe Angst, dass ich beim Reinkommen den Fußboden schmutzig mache.“

Dabei hatte ich nicht einmal extra geputzt. Ein Custombike-Magazin bezeichnete die CustomStage später als „Reinraum“-Werkstatt.

Für die Einrichtung der CustomStage suchte ich lange nach Werkzeugschränken mit passgenauen, beschrifteten Werkzeugeinlagen – und wurde außerhalb der großen Namen fündig. Von Beginn an hatte alles seinen Platz, Fehlendes fiel sofort auf. Ich war begeistert und schloss einen Händlervertrag mit dem Hersteller. Zwei Jahre später stattete ein traditionsreicher deutscher Autohersteller seine Vertragswerkstätten mit denselben Werkzeugschränken aus.

Optisch dazu passend ließ ich in Italien Motorradhebebühnen nach meinen Anforderungen fertigen – funkbedient, ebenerdig im Boden versenkbar und hoch genug ausfahrbar für bequemes Arbeiten im Stehen.

Ausstattung und Einrichtung waren Ausdruck meiner Firmenphilosophie:

Wer mit wertvollen Produkten arbeitet, sollte ein passendes Umfeld schaffen und ihnen mit entsprechendem Respekt begegnen. Und seinen Mitarbeitern Arbeitsbedingungen bieten, unter denen sie gute Arbeit leisten können.

Möglichkeiten verstehen, Entscheidungen selbst treffen

Hands-on heißt nicht, beim Workshop selbst die Post-its anzukleben.

Als Customizer standen meiner Vision eines minimalistischen Designs meiner Motorräder deren serienmäßige, voluminöse Bleibatterien im Weg. Daher entwickelte ich die DKC-CustomBattery: eine kompakte Lithium-Hochleistungsbatterie, die ein im Hypercar-Segment etablierter Hersteller gemäß meiner Spezifikation für mich fertigte. Seither vertreibe ich dessen Batterien weltweit exklusiv im Motorradsegment.

Es lief aber nicht mit allen Zulieferern so reibungslos: Als mich Qualität, Termintreue und Aussagen über Grenzen des Machbaren einiger Zulieferer nicht mehr zufriedenstellten, mietete ich mich in eine professionell ausgestattete Prototypenwerkstatt ein und lernte, wie man mit 3D-Druckern, Lasercuttern, Wasserstrahlschneidern, Schweißgeräten und weiteren Maschinen eigene Prototypen fertigt.

Damit ging es mir nicht darum, künftig alles selbst herzustellen. Ich wollte verstehen, wie Dinge gefertigt werden, was technisch möglich ist und wo tatsächliche Grenzen liegen.

Eine gute Idee sollte nicht daran scheitern, dass jemand anderes gerade keine Zeit oder Kompetenz hat, sie umzusetzen.

Erweiterte Fertigungskompetenz eröffnete neue Märkte.

Über mein Netzwerk konnte ich Spezialisten aus dem automobilen Prototypenbau für das Projekt gewinnen – Fachleute, die normalerweise Fahrzeuge und Einzelstücke von Hand fertigen, die anschließend auf internationalen Automobilmessen der Weltöffentlichkeit präsentiert werden.

Das eröffnete mir neue Tätigkeitsfelder: Ein international tätiger Automobil- und Industriezulieferer beauftragte mich mit der Fertigung mehrerer Longboard-Prototypen, die er zur Erprobung neuer Mobilitätskonzepte einsetzen wollte. Die besondere Herausforderung lag darin, dass die Longboards vollständig in Sichtcarbon gefertigt werden sollten: Beim Laminieren mussten die Carbonfasermatten exakt ausgerichtet und Fremdeinschlüsse vermieden werden, weil sich Unregelmäßigkeiten später nicht unter einer Lackierung verbergen ließen. Eine Fertigungsqualität, die nur wenige Spezialisten in Handarbeit beherrschen. Die fertigen Longboards wurden anschließend vom Kunden elektrisch ausgerüstet und auf den Straßen von Singapur erprobt.

Mein eigenes Fertigungsverständnis half mir dabei, die Vorgaben des Kunden in einen belastbaren Fertigungsprozess zu übersetzen, technische Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und mit solchen Spezialisten auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten.

Heute konstruiere ich meine CustomParts selbst mit CAD und definiere auch, wie sie gefertigt werden sollen. Meine Fertigungspartner erhalten produktionsreife 3D-Daten samt konkreten Fertigungsanweisungen. Konstruktion und Fertigungswissen bleiben damit in meiner Hand.

Man muss nicht alles selbst können. Aber man sollte genug verstehen, um mit Experten auf Augenhöhe an einer Lösung zu arbeiten.

Auch das eigene Werk muss sich verändern dürfen.

2019 beendete ich den Werkstattbetrieb der CustomStage. Die Nachfrage nach individuell aufgebauten Custombikes entwickelte sich aus meiner Sicht nicht mehr so, dass sie meinen hohen persönlichen Zeitaufwand rechtfertigte.

Das fiel mir nicht leicht. Aber bereits investierte Arbeit und gebundenes Kapital sollten nicht als Zwang verstanden werden, ein Unternehmen in derselben Form weiterzuführen. Gerade darin liegt für mich eine unternehmerische Herausforderung: zu erkennen, wann Festhalten nicht mehr sinnvoll ist.

Meine Entscheidung bedeutete keinen Rückzug aus Produktentwicklung und Fertigung. Im Gegenteil: Die zuvor aufgebauten Kompetenzen und Kontakte ließen sich längst weit über Custombikes hinaus einsetzen. Heute baut Dr. Koster Customs auf dieser Historie auf und besteht mit verändertem Schwerpunkt als Custom-Lifestyle-Company weiter.

Gute Geschäftsmodelle passen sich veränderten Rahmenbedingungen an.

Aus unternehmerischer Erfahrung wird zusätzliche Beratungskompetenz.

Die mit Dr. Koster Customs gewonnenen Erfahrungen erweiterten auch meine Perspektive als Berater über klassische IT-Themen hinaus. Inzwischen begleite ich international tätige Unternehmen auch bei der Produktentwicklung und der Identifikation neuer Geschäftsfelder.

Vom eigenen Anwendungsfall zur Herstellerperspektive

Aus Eigenbedarf wurde ein neues Geschäftsfeld.

Mit Dr. Koster Customs und KOSMICON unter einem Dach wuchs auch die eigene IT. Für den Showroom brauchte ich eine professionelle Alarmanlage, für das Netzwerk eine geeignete Absicherung. Ich wollte die Systeme nicht einfach nach Testberichten auswählen, sondern entlang meiner eigenen Anforderungen bewerten und grundlegend verstehen.

Bei meiner Firewall-Suche lernte ich Clavister kennen. Ich war vom Produktkonzept überzeugt, nahm an Herstellertrainings teil, ließ mich zertifizieren und vertiefte die Zusammenarbeit. Parallel entwickelte ich mit KOSMICON ein eigenes CyberDefense-Angebot mit E-Learning und Prüfsiegel für KMU und Online-Handel. Namhafte IT-Distributoren zeigten Interesse, und es entstand eine White-Label-Lösung.

Das Thema Cybersicherheit blieb nicht auf den eigenen Betrieb beschränkt. Auf verschiedenen Veranstaltungen sprach ich als Redner über Angreifer, gefährdete Unternehmen und die Folgen von Cybervorfällen. Dabei kooperierte ich unter anderem mit Allianz, dem Händlerbund, Stadtwerken und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Sicherheit, die man nicht versteht, ist nur geliehene Sicherheit.

Aus der eigenen Firewall wurde eine Geschäftsführerposition.

Bei meinem langjährigen Kunden, dem bereits erwähnten internationalen Versicherungskonzern, war die Auswahl einer Lösung für Multifaktor-Authentifizierung bereits weit fortgeschritten. Clavister war dort noch nicht bekannt. Ich dagegen schon – und erhielt deshalb die Gelegenheit, den Hersteller kurzfristig noch vorzustellen.

Aus anfänglicher Zurückhaltung wurde konkretes Interesse. KOSMICON nahm gemeinsam mit Clavister an der Ausschreibung teil, setzte sich gegen zwei Mitbewerber durch und erreichte die letzte Runde. Den Zuschlag erhielten wir nicht. Im Nachgang wurde mir jedoch ausdrücklich zurückgemeldet, dass unsere Lösung fachlich als die beste bewertet worden war, die Entscheidung aber aus konzerninternen Erwägungen anders ausfiel.

Clavister hatte während unserer Zusammenarbeit erlebt, wie ich Zugang zu einem anspruchsvollen Konzernumfeld schuf, die Beteiligten zusammenbrachte und eine Lösung dort positionierte. Es folgte das Angebot, die DACH-Gesellschaft von Clavister interimistisch als Geschäftsführer zu leiten.

Ich nahm das Angebot an. Fortan verantwortete ich als Geschäftsführer die Hauptmärkte von Clavister: Deutschland, Österreich und Schweiz. Ich richtete Rechnungswesen, Controlling, Steuerungsinstrumente, Partnerstrukturen und Organisation neu aus. Schwierige Personalentscheidungen gehörten ebenfalls dazu.

Clavister bestätigte anschließend die Halbierung der Betriebskosten innerhalb von zwölf Monaten und die Erreichung der gesetzten Ziele. Das ist für mich aussagekräftiger als der Titel auf der Visitenkarte.

Wissen weitergeben und selbst anwenden

Wissen vermitteln. Maßstäbe beibehalten.

Neben KOSMICON und Dr. Koster Customs war ich an einer privaten bayerischen Hochschule als Honorardozent im Masterstudiengang Cybersicherheit tätig und verantwortete dort die Lehrveranstaltungen „Sicherheitsaspekte in Anwendungsfeldern“ und „Gesetzgebung im Umfeld Internet, IT und Datenschutz“.

Auch dort musste ich eine unbequeme Entscheidung vertreten: Zwei Seminararbeiten derselben Studierenden bewertete ich sehr unterschiedlich – einmal mit Bestnote, einmal mit „nicht bestanden“. Als mir nahegelegt wurde, die zweite Arbeit doch noch als gerade bestanden zu beurteilen, blieb ich bei meiner Bewertung. Zu einem weiteren Lehrauftrag kam es anschließend nicht.

Ein Maßstab ist wertlos, wenn er nur gilt, solange das Ergebnis bequem ist.

Gelegentlich darf Technik auch Freizeit ermöglichen.

Meine Telefonanlage sollte Anrufer sinnvoll weiterleiten – und mir erlauben, ein an mich vermitteltes Gespräch auch vom Kajak aus anzunehmen. Ja, auch ich habe Hobbys.

Ich entschied mich zunächst für das damals noch recht unbekannte Askozia. Einige Jahre später musste ich zum Marktführer 3CX wechseln, nachdem 3CX Askozia übernommen und integriert hatte. Wieder folgten Schulungen und mehrere Zertifizierungen.

Das eigentliche Ziel war allerdings kein weiteres Zertifikat, sondern die Freiheit, Änderungen selbst und unmittelbar vornehmen zu können, ohne für jede Konfigurationsänderung auf externe Dienstleister warten zu müssen.

Technik ist dann gut, wenn sie mir Freiheit zurückgibt, statt neue Abhängigkeiten zu schaffen.

Voraussetzungen prüfen und Zusammenarbeit gestalten

Zusicherungen werden erst belastbar, wenn man sie überprüft.

Anfang 2023 übernahm ich – damals noch in operativer Projektverantwortung – bei einem international tätigen Unternehmen für integriertes Facility Management und Immobiliendienstleistungen die Leitung der Einführung von RIB 4.0 und die Migration zweier lokaler iTWO-Installationen. Das Vorhaben war bereits 2020 gestartet, hatte aber noch kein produktives Ergebnis geliefert.

Im Vorgespräch hieß es, Anforderungen, Anwendungsfälle und Team seien vorhanden. Nach meinem Einstieg zeigte sich ein anderes Bild: Die vermeintliche Grundlage war ein eineinhalbseitiges Dokument. Ein einsatzfähiges Team musste erst von mir aufgebaut werden.

Damit begann die Aufgabe nicht mit dem Abarbeiten eines theoretischen Plans. Sie begann mit dem Herstellen der Voraussetzungen.

Ein Team entsteht nicht durch eine Namensliste.

Ich baute das Team auf, organisierte RIB-Schulungen und arbeitete gemeinsam mit den Beteiligten daran, Anforderungen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten belastbar aufzustellen.

Dabei übernahm ich nicht jede Einschätzung, die mir über Menschen mitgegeben wurde. Ich beobachtete die Arbeit jedes Einzelnen, hörte mir unterschiedliche Perspektiven an und gab auch zurückhaltenden Kollegen wichtige Aufgaben. Einige erwiesen sich als verlässliche Leistungsträger, obwohl andere zuvor ungefragt ein negatives Bild von ihnen gezeichnet hatten.

Parallel ging es um die Einbettung der neuen Anwendung in die bestehende Unternehmens-IT: Cloud, Datenschutz, Zugriffsrechte, Sicherheitsprüfungen und die Zusammenarbeit mit der zentralen IT. Das Team setzte unter anderem die Anmeldung mit bestehenden Unternehmenskonten und eine automatisierte Benutzerverwaltung um. Solche Themen gehören für mich zur Einführung einer Unternehmensanwendung – nicht erst auf die Liste für die Zeit danach.

Mitte 2024 ging das erste Release produktiv. Die nächste Ausbaustufe wurde unter meiner Leitung geplant. Als die Projektleitung später intern übernommen wurde, unterstützte ich eine geordnete Übergabe und stand meiner Nachfolgerin auch danach für Rückfragen zur Verfügung.

Partnerschaft wächst aus Zusammenarbeit.

Während dieses Mandats entwickelte sich ein guter, persönlicher Kontakt zu RIB. Mir gefiel die Art, wie wir miteinander arbeiten konnten. Und ich sah eine Möglichkeit, die Erfahrungen aus diesem und anderen Großprojekten in weitere Vorhaben einzubringen.

Anfang 2024 formulierte ich deshalb einen Kooperationsvorschlag: KOSMICON begleitet RIB-Kunden als Senior Advisor über die Phasen der Software-Einführung hinweg – von den ersten Überlegungen über die Vorbereitung und Umsetzung bis zum Übergang in den Betrieb.

Aus dieser Initiative entwickelte sich bei RIB ein neues Partnermodell. Ende 2024 wurde KOSMICON zum ersten RIB Advisory Partner ernannt.

Wenn die passende Rolle noch nicht existiert, muss man sie schaffen.

Erfahrung für Ihre nächsten Entscheidungen

Was davon heute bei Ihnen ankommt.

Die Themen verändern sich. Mein Anspruch an meine Arbeit nicht.

Ich möchte verstehen, was erreicht werden soll, welchen Nutzen es bringt und welche Voraussetzungen dafür tatsächlich gegeben sind. Ich kenne die Perspektive des Beraters, des Herstellers, des Projektleiters, des Geschäftsführers und des Unternehmers – und habe über viele Jahre unmittelbar mit Unternehmensleitungen und Vorständen gearbeitet.

Heute nutze ich diese Erfahrung vor allem, um Verantwortliche zu beraten und dabei zu begleiten, tragfähige Entscheidungen zu treffen und Vorhaben steuerbar aufzusetzen – nicht, um ihnen die Entscheidungen abzunehmen.

Arbeit kann man delegieren. Verantwortung für das Ergebnis nicht.

Diese Herangehensweise steckt auch im Namen von KOSMICON – Koster Mission Impact Control:

Mission
Was wollen wir erreichen?

Impact
Was bringt es, wenn wir es erreichen?

Control
Wie halten wir auf dem Weg dorthin den Kurs?

Daraus ergibt sich auch die Art der Zusammenarbeit mit KOSMICON: Aufsetzen, Evaluieren, Besetzen, Begleiten und Prüfen. Prüfen ist dabei keine abschließende Phase, sondern begleitet das gesamte Vorhaben an festgelegten Prüfpunkten. Wo zusätzliche Projektleiter oder Spezialisten benötigt werden, unterstützt KOSMICON bei Auswahl und Besetzung.

Neue Technologien. Neue unternehmerische Fragen.

Mein fachlicher Fokus liegt heute auf Corporate AI, Cybersecurity und RIB-Software. Diese Schwerpunkte sind jedoch nur einige der Themenfelder, in denen ich meine Erfahrung mit Technologieeinführung, Projektorganisation, Entscheidungsstrukturen, Sicherheit und Datenschutz einbringen kann.

Im Mittelpunkt steht für mich jedes Mal die Frage, was ein Unternehmen mit einer Entscheidung oder einem Vorhaben konkret erreichen will – und ob der gewählte Weg diesem Ziel tatsächlich dient.

Beispielsweise beurteilt KOSMICON, wo der Einsatz von KI im Unternehmen sinnvoll und verantwortbar ist, welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen und wie Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege, Datenzugriffe und die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI zu gestalten sind.

Nicht jede neue Technologie muss eingeführt werden. Aber jede Entscheidung darüber verdient eine fundierte Grundlage.

Der nächste Schritt

Lassen Sie uns über Ihr Vorhaben sprechen.

Sie stehen vor einer Entscheidung, bereiten ein anspruchsvolles Vorhaben vor oder möchten eine zweite Perspektive auf ein laufendes Projekt?

Ein möglicher Einstieg ist die KOSMICON Positionsbestimmung. Sie klärt Kurs und Position, macht Risiken sichtbar und schafft eine belastbare Grundlage für die nächsten Entscheidungen.

Ich prüfe Kurs und Position. Das Ruder bleibt bei Ihnen.

Fortsetzung folgt. Versprochen.

Sie planen oder steuern ein anspruchsvolles
Vorhaben?

Lassen Sie uns besprechen, wo Sie stehen, welche Ziele Sie verfolgen und wie KOSMICON Sie unterstützen kann.​

KOSMICON Cyber Defense Services - Hotline (E-Learning / Training / Zertifizierung / Cyberversicherung)

Sie planen oder steuern ein anspruchsvolles IT-Vorhaben?

Lassen Sie uns Ihr IT-Vorhaben kurz besprechen.

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